2016 Elterninformationsabend "Digitale Welten"

Elterninformationsabend „Digitale Welten“ an der Werla-Schule Schladen am 20.09.16

Am Dienstagabend führte Herr Stefan Schaper, Diplom Sozialpädagoge und Elternmedientrainer der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen, an der Werla- Schule Schladen über zwei Stunden hinweg ein informatives und aufschlussreiches Impulsreferat durch.

Organisiert und begleitet wurde der Medienelternabend von der Beratungslehrerin, Frau Dubiel und der Sozialarbeiterin an der Schule, Frau Warnecke. Beide planten bzw. führten bereits zu Beginn des neuen Schuljahres zusammen mit den jeweiligen Lehrkräften ein Methodentraining in den 8.Klassen unter anderem zum Themenschwerpunkt „Cybermobbing“ durch.

Zusammen mit der Polizeihauptkommissarin, Frau Rohde, zuständig für Präventionsarbeit im Landkreis Wolfenbüttel, lernten die Schüler des 8.Jahrganges zum Beispiel juristische Aspekte und strafrechtliche Hintergründe an Hand des Filmes „Netzangriff“ kennen.
Um Eltern der Werla- Schule die Gefahren, aber auch die Chancen des Internets, aufzuzeigen, diente der heutige Abend. Das Smartphone und dessen Einsatzmöglichkeiten als neues Medium standen dabei im Vordergrund.

Alle interessierten Eltern der 5. bis 10. Klassen erfuhren an diesem speziellen Themenabend, die Bedeutung von „Hashtack“, was übersetzt „Schlagwort“ heißt. Aber auch einzelne Apps, wie „Facebook“, „YouTube“, „Snapchat“, „Twitter“ oder „Instagram“ wurden näher beleuchtet.

Die Eltern hörten, dass ihre Kinder „YouTube“ als modernen Fernseher nutzen, „Twitter“ als Kurznachrichtenkanal für Erwachsene gedacht ist und „Instagram“ als stilvolles Bilderjahrbuch eingesetzt wird.

Das weit verbreitete und vielgenutzte „Whats App“, dessen Alternative “Viber“ sein kann, dienst als Alltagskommunikationsportal. Ähnlich wie bei „Facebook“ wird hier vieles ungefiltert hochgeladen, weil die „praktische“ Bedingung und die einfache Funktion erfolgreich sind.

Besonders die Verbreitung von Informationen über die neuen Medien wurde heute kritisch beleuchtet und auf den Wahrheitsgehalt überprüft. Aber auch kommerzielle Ziele der Handy Apps wurden thematisiert.

Getreu dem Motto „Das Internet vergisst nichts“, sensibilisierte Herr Schaper die anwesenden Eltern. Ein wichtiges Motto, was viele Kinder und Jugendlichen häufig bei der Nutzung ihres Smartphones vergessen. Bereits 2/3 aller Kinder bis 12 Jahre besitzen ein Smartphone. Bei den Jugendlichen ab 16 Jahren liegt der Prozentwert bei ca. 99,9%. Gleichwohl lesen 39% aller 6 bis 26 jährigen täglich bis wöchentlich ein Buch, Tendenz steigend.

Durch das im nächsten Jahr stattfindende 10. Jubiläum des Smartphones, konnten sich viele Kinder und Jugendlichen an den Umgang mit digitalen Medien gewöhnen. Sie verfügen über eine hohe Technikkompetenz, nicht jedoch über die nötige Medienkompetenz.
Hier sieht Herr Schaper dringend die Anleitung der Eltern, die wiederrum in ihrer Jugend zum Beispiel zum verantwortungsbewussten Umgang im Straßenverkehr von ihren Eltern angeleitet wurden.

Heute müssen Eltern ihre Kinder auf den richtigen Umgang mit den neuen Medien und dem Internet vorbereiten. Feste Regeln, Kontrolle und Konsequenzen sind bis zum 14. Lebensjahr unerlässlich. Aber auch der gegenseitige Austausch in der Familie ist hierzu wichtig. Mit Fragen, wie „Welche App brauchst du?“ oder „Lass uns dein Profilbild gemeinsam erstellen“ könnten als Einstieg dienen.
Zu festgelegten Zeiten, so empfiehlt Herr Schaper, könnten alle technischen Geräte der Familie an einem vereinbarten Ort über Nacht gelagert oder eine Kindersicherung über den Internetrouter eingestellt werden.
Über das Internetportal, www.klicksafe.de, können alle interessierten Eltern nähere Informationen erhalten. Übersichtlich gestaltet mit Bildern, kurzen Videos und Texten kann die pädagogisch empfohlene Internetseite weitere Fragen beantworten.

Als Essenz des gelungenen Abends meldeten Eltern im Anschluss zurück, dass Ihnen und Ihren Kindern neue Medien auch weiterhin im Alltag wichtig sein werden.
Sie möchten dabei mit ihren Kindern im regelmäßigen Austausch sein, denn nur wer die neuen Medien versteht, kann auch seine Kinder und dessen Bedürfnisse nachvollziehen.

Frau Simon-Schlottke, als stellvertretende Schulleitung, begrüßte den Elternmedienabend als gelungene Veranstaltung in Schladen, der zum Nachdenken anregte und mögliche Lösungsansätze aufzeigte. Es ist wichtig auch weiterhin an diesem Thema zu arbeiten, so dass weitere Projekte und Veranstaltungen in Planung sind.

Abschließend bedankt sich die Werla- Schule nochmal ganz herzlich bei dem Referenten, Herrn Stefan Schaper, und bei der Niedersächsischen Landesmedienanstalt für die Finanzierung

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