Schulhund Fussel

Auf den Hund gekommen

Ja, es stimmt! Die Werla-Schule ist auf den Hund gekommen und der heißt Fussel!

Fussel ist ein Border-Collie-Mix und kam im Dezember 2012 aus der Türkei nach Deutschland zu dem Lehrer Herrn Bode.
Dabei hat Fussel eine sehr steile Karriere hinter sich. Die ersten fünf Monate musste er in der Türkei auf einem Hof an der Kette leben. Danach wurde er im deutschen Tierschutz-Verein “Gemeinsam für Tiere“ in Antalya vom Besitzer abgegeben, weil er sich wohl als Wachhund nicht eignete. Dort holte er seine Kind- und Jugendzeit im Rudel nach und entwickelte sich prächtig.
Als er 13 Monate war, kam er zu Herrn Bode. Zusammen besuchten sie eine Hundeschule, wo festgestellt wurde, dass er sich zu einem BBH (Berufsbegleithund) in der Schule eignen würde.
Die Werla-Schule beschloss anschließend, dass Herr Bode an der Ausbildung mit Fussel zum BBH teilnehmen soll. Im Februar war die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und nun wird Fussel an die Schule gewöhnt und die Schüler in einzelnen Klassen auf ihn vorbereitet.

Die SchülerInnen müssen lernen, wie man erkennt, dass Fussel Stress hat und wie sie sich dann zu verhalten haben. Außerdem gibt es Regeln, die die SchülerInnen beachten müssen, wenn Fussel am Unterricht teilnimmt.
Aber warum ist nun Fussel ein pädagogischer Mitarbeiter von Herrn Bode und der Werla-Schule geworden?
Der Einsatz des Hundes zielt auf eine Bereicherung des Unterrichts ab, die sich natürlich an den Fähigkeiten und Begabungen des Hundes orientiert.
Wenn Fussel anwesend ist, sind die SchülerInnen wider Erwarten nicht abgelenkt, sondern eher besonders aufmerksam und rücksichtsvoll mit ihren MitschülerInnen. Klare Regeln für das Verhalten der Schüler im Umgang mit dem Hund untermauern die Arbeit und sichern einen klar strukturierten Unterricht, in den der Hund integriert und nicht als Schmusetier missbraucht wird.
Bei konzentrationsschwachen SchülerInnen fördert die Nähe des Hundes die Aufmerksamkeit und sie verbessern dadurch ihre Leistungen. Der hohe Motivationsanteil, den Fussel auf die Kinder überträgt, verbessert den Umgang der SchülerInnen untereinander und wirkt sich positiv auf die Unterrichtsatmosphäre aus. Schüler, die zunächst ängstlich reagierten, haben Vertrauen gefasst und stärken mutig ihr Selbstbewusstsein. Die Fürsorge und Verantwortung sowohl für den Hund als auch die Schülergruppen haben Vorrang.

Selbstverständlich gibt es einen Hygieneplan und regelmäßige tierärztliche Untersuchungen werden nachgewiesen.
Ab dem Schuljahr 2014/2015 ist geplant, dass Fussel als Klassen- und AG-Hund regelmäßig eingesetzt werden soll.

Mathias Bode (Klassenlehrer und Fussels Herrchen)

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